Heute ist "Earth DAY" (infos). Aus gegebenen Anlass zeigt ARTE um 21.00 die preisgekrönte und äußerst schwerverdauliche, österreichische Dokumentation "Darwins Alptraum". Dieser Flm solte Pflicht sein, ich habe ihn selber erst im 2. Anlauf ganz geschafft. Er zeigt nicht nur, warum man WIRKLICH keinen Viktoria-Barsch (der ja eigentlich der Nilbarsch ist) essen DARF, sondern eben auch, dass damit verbundene Probleme globaler sind, als man denkt. Nicht nur, dass dieser ausgesetzte Fisch, der dort NIE heimisch war, mittlerweile die heimische Fischpopulation im Viktoriasee beinahe ausgerottet hat, was auch diese sogenannte Alien-Species vielleicht einmal zum Aussterben bringen wird. Nur gibt es dann halt gar nichts mehr im See, außer Agen, die mittlerweile so dicht sin, weil ja die pflanzenfressenden Fische weg sind. Der Fisch selbst hat zu einigen Fabriken rund um den See geführt, was viele Menschen am Land in die Stadt treibt. leider leben sie dan aufder Straße, weil es trotzdem kaum Arbeitsplätze gibt, v.a. kranke Kinder. Zum Essen gibt es trotzdem nicht, denn auch wenn vom Fisch nur die "zartesten Filetstückerln für die reichen Europäer" rausgeschnitten werden, landet der Rest am Müll. Und was dort dann geschieht, muss man gesehen haben, sonst glaubt man es nicht. 
Beeindruckend sind auch die russischen Bomber, die den Fisch, den sie abholen, der Regierung mit ..... natürlich Waffen für Bürgerkriege bezahlen (für alle, die sich schon immer fragten "die Leute haben nichts zu essen aber Waffen??). Und unheimlich die Nachtaufnahmen von einem der Wächter einer Fabrik, der mit alkoholgeschwängerten Stimme von besseren Zeiten im Bürgerkrieg erzählt. Denn hier bekommt er nicht einmal 1/10 von dem was er für einen Getöteten im Krieg bekommen würde....
Schaut Euch den an, weil dieser Film ist ein Beisile, wie einfach jeder ein bisschen zur Eraltung der Welt beitragen könnte. Denn hier geht es um mehr, als nur diese Fischart....
Übrigens, der Regisseur Hubert Sauper aus Tirol hatte oder hat immer noch Einreiseverbotnach Tansania.
Und bei uns gibt es ausgezeichnete heimische Süßwasserfischarten, die nicht 1000km weit eingeflogen werden müssen, wenn einem das Schicksal der Menschen oder eben der gesamten Situation dort gar nicht juckt.
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