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  Buchtipps für (werdende) Eltern
Submitted by Sheena on Monday, 5 May, 2008 - 14:57
Books · Family · Information
 

Ich möchte hier von zwei Büchern erzählen, die ich am besten schon in der Schwangerschaft hätte lesen sollen. Das hätte mir nämlich sicher den einen oder anderen Frust in den ersten Lebensmonaten von Elias erspart, wenn ich damals schon gewusst hätte, was ich jetzt weiss.

Das eine Buch ist "Schlafen und Wachen. Ein Elternbuch für Kindernächte" von Dr. William Sears, einem amerikanischen Kinderarzt und Vater von acht Kindern (und Begründer der Erziehungsphilosophie des Attachment Parenting). Er beschreibt darin das Schlafverhalten von Säuglingen und Kleinkindern und erklärt, warum Babies öfter in der Nacht aufwachen und dass es biologische Gründe dafür gibt (zB als Schutz vor dem plötzlichen Kindstod). Er ist Befürworter des sogenannten "Familienbettes", wo die Eltern mit ihrem Kind oder Kindern in einem Bett schlafen. Es ist für ihn kein Dogma, aber er hat die Erfahrung gemacht, dass es für alle Beteiligten angenehmer und stressfreier ist, wenn das Stillbaby möglichst nah "an der Quelle" schläft. Wir können diese Erfahrung nur bestätigen...Man muss keine Wissenschaft draus machen, es war schliesslich jahrtausendelang so und hat sich bewährt.

Das andere Buch ist "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück. Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit" von Jean Liedloff, einer Amerikanerin, die in den 1970er Jahren einige Jahre bei den Yequana-Indianern im Dschungel von Venezuela gelebt und die Art und Weise erforscht hat, wie diese ihre Kinder "erziehen". Sie hat dabei die Entdeckung gemacht, dass diese Menschen deshalb so glücklich und zufrieden sind, weil sie zB dem natürlichen Bedürfnis ihrer Babies nach ständigem Körperkontakt (als Säuglinge) nachkommen und ihnen so ganz einfach vermitteln, dass sie geliebt und willkommen sind. Diese Kinder entwickeln in dieser Geborgenheit ein gesundes Selbstbewusstsein, werden problemlos unabhängig und sind einfach glücklich! Gegen den mütterlichen Instinkt zu handeln, indem das Weinen eines Babies oder der Wunsch Getragen zu werden ignoriert wird, wie es in unserer Gesellschaft immer noch gang und gäbe ist, ist diesen Frauen so fremd wie es nur irgendwie sein kann. Wenn man dieses Buch und Liedloffs Thesen zum "Konzept des menschlichen Kontinuums" liest, dann fragt man sich tatsächlich, warum unseren Kindern so oft das einzige verwehrt wird, das sie am allermeisten begehren und das so einfach ist zu geben: die Liebe und der enge Kontakt zu ihren Eltern.

 
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