Ich hab gestern im Weltjournal im ORF einen Bericht gesehen, indem Terroristen und Sympathisanten in Saudi Arabien nicht einfach weggesperrt werden, sondern sie in eine Therapie kommen.
Das super konservative Saudiarabien, ein Land, wo Frauen verschleiert sein müssen und nicht Autofahren dürfen, öffentliche Hinrichtungen an der Tagesordnung stehen, will seine Terroristen therapieren!
Ein kanadisches Fernsehteam durfte filmen und was sah man da? Lauter Männer, die gemeinsam um einen Tisch sitzen und Bilder malen, damit sie "Zugang zu ihren verschütteten Gefühlen" bekommen. Und Religionsunterricht bekommen sie auch, damit sie wissen, dass ein heiliger Krieg nur geführt werden darf, wenn der Saudi König das anordnet (!).
Der Psychotherapeut, der die Ex-Terroristen betreute, wurde gefragt, wie er denn sicher sein könnte, dass die Leute nicht simulieren? Er meinte, 100% sicher kann man nie sein, aber die Psyche der Terroristen sei sehr einfach gestrickt und aufgrund seiner Erfahrung glaubt er nicht, dass sie sich verstellen.
Das ganze wird vom Innenminister gesponsert und die geben eine 80% Erfolgsrate bekannt.
Also ich bin fast vom Hocker gefallen. Da sitzen die Terroristen um einen Tisch wie im Kindergarten, malen Sonnen und Blumen und Schmetterlinge, und bei guter Führung gehen sie dann frei.
Guantanamo ist sicher nicht die richtige Art mit Menschen zu verfahren. Festhalten ohne Anklage, foltern, etc. ist zu verurteilen, aber Terroristen, die Leute in die Luft gebombt haben, in eine Art Mädchenpensionat zum Zeichnen zu stecken, erscheint mir erst recht widersinnig.
Natürlich verstehe ich, dass die Terroristen, die hier therapiert werden sollen, nicht die Drahtzieher sind, sondern nur die verhetzten Ausführer. Die, die keine Perspektive haben und sich dann für ein Ziel einsetzen lassen, das ihnen die Himmelstür öffnen soll. Für die ist die Therapie sicher super. Die haben einen geregelten Tagesablauf, es gibt sicher genug zu essen, gequält werden sie nicht und mit ihren Gefühlen in Kontakt treten dürfen sie auch.
Und dann sagt doch der Berater des Innenministers, man hätte erkannt, dass bei Terroristen Folter nichts helfen würde, sondern dass man mit ihnen in eine Art Dialog treten müsse.
Also, ich pack das einfach nicht.
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